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Liebe Schülerinnen und Schüler,
Liebe Eltern,
Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

das Jahr 2020 neigt sich dem Ende entgegen und Weihnachten steht vor der Tür.

Weihnachten – besinnlich soll es sein, von Licht, Zauber und Magie erfüllt.

Die vergangenen zwölf Monate hatten nicht viel damit zu tun und haben uns allen viel abverlangt, was ich zum Anlass für einen kurzen Rückblick nehmen möchte.

Im Januar, zu meiner offiziellen Besetzung als Schulleiterin des EMA, war die Turnhalle noch gefüllt mit Schülerinnen und Schülern, die eng nebeneinandersaßen und mich begrüßten. Es konnte musiziert und sich um umarmt werden.

Anfang März hat unsere ehemalige Q2 noch eine wunderschöne Ausstellung mit dem Thema „Schöpfung und Mensch“ in der Trinitatiskirche eröffnet und Mitte März kam der erste Lock down.

Alles was das Schulleben normalerweise so lebendig und vielfältig macht, musste zum Stillstand kommen. Konzerte, Theatervorführungen, Vorträge, Lesungen, Sportfeste, Kooperationsveranstaltungen mit außerschulischen Partnern mussten ausfallen oder auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Unser aller Kreativität war gefragt, um das schulische Leben inmitten der Pandemie in Teilen neu oder anders zu gestalten.

Die Turnhalle wurde umfunktioniert technisch ausgestattet und diente als Versammlungsraum, in dem Menschen mit Abständen und bei einer guten Durchlüftung sich zusammenfinden können: Lehrerkonferenzen, SV-Sitzungen, Klassenpflegschaftsabende, Klausuren, Informationsabende für die Eltern der Viertklässler und vieles mehr. Diese Art von Veranstaltungen mit vielen Menschen benötigten plötzlich andere Bedingungen, um stattfinden zu können. Bedingungen, die neben Größe und Raum, vor allem einer Kreativität und menschlichen Engagements bedurften.

So konnten wir die Abiturabschlussfeier liebevoll vorbereitet und mit viel Einsatz von Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen mit samt des Gottesdienstes auf unserem Sportplatz durchführen und unserer Abiturientia 2020 einen festlichen Abschluss an ihrem EMA bereiten, der ihnen hoffentlich in guter Erinnerung bleibt.

Die „neuen Fünfer“ wurden auf dem bestuhlten Schulhof empfangen und hatten somit zu Beginn Ihrer EMA-Karriere einen gelungenen Gemeinschaftsevent.

Statt des „Tages der offenen Tür“ gab es diverse Informationsveranstaltungen, an denen Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen sich in der Vorbereitung und Durchführung beteiligt haben, um die neuen Eltern über die fachliche Ausrichtung unserer Schule und unser Schulleben zu informieren.

Eine besondere Aktion war sicher der EMA-Imagefilm, der extra zur Information für die derzeitigen Viertklässler gedreht wurde, um vor allem das, was Schule gemeinhin ausmacht, die Interaktion von Schüler*innen und Lehrer*innen und die Atmosphäre am EMA näher zu bringen und sie für unsere tolle Schule zu begeistern. Eine neue, sehr überzeugende Form der Darstellung unserer Schule, wie ich finde.

Im November wurde noch unser neues Logo fertiggestellt und neue EMA-Pullis sind erwerbbar. Ein weiteres Projekt inmitten der Pandemie, an dem sich viele Eltern, Schüler*innen und Lehrer*innen gemeinschaftlich für unsere Schule engagiert haben.

Das alles geschah, trotz des wachsenden Bewusstseins, dass wir durch Maskentragen, Händewaschen und Abstandhalten uns selbst und unsere Mitmenschen schützen können. Wie in der Gesamtgesellschaft, so gab es auch bei uns am EMA mehr oder weniger Überzeugte und die Durchsetzung der Infektionsschutzregeln war mitunter bei Einzelnen etwas anstrengend. Der strikte Appell an die die Einhaltung der Regeln, die der Gesunderhaltung und damit der Aufrechterhaltung des Schulbetriebes dienten, wurde an unserer Schule überwiegend sehr gewissenhaft befolgt. Dafür möchte ich mich noch einmal bei allen Beteiligten herzlich bedanken.

Wir haben es geschafft mit nur wenigen schulischen Covid19 Fällen und damit nur geringfügigen Quarantänemaßnahmen bis zu den Weihnachtsferien relativ unbescholten durchgehalten zu haben. Wichtige Leistungsüberprüfungen für die Abschlussklassen wurden durchgeführt und auch das ist erstmal gut und wichtig.

Abstände einhalten, Unterricht neu erfinden, sich immer wieder flexibel zeigen, die eigenen Ängste verbergen, um Mut und Hoffnung auszustrahlen.

Kollegialität pflegen, Kinder und Jugendliche trotz Abständen gut im Blick behalten und die unterrichtlichen Ziele dabei nicht vergessen. Eltern informieren und beruhigen, so manches schräge Wort nicht auf die Goldwaage legen.

Ruhe bewahren, auch wenn der Alltag uns alle in immer neue Turbulenzen zu ziehen scheint.

Wir haben alle ein anstrengendes Jahr hinter uns.

Wir haben alle versucht, unsere Verantwortung in den uns zugeschriebenen Bereichen wahrzunehmen und uns gewissenhaft bemüht, die Pandemie einzugrenzen und so viel wie möglich Normalität im schulischen Alltag zu gewährleisten.

In der Krise zeigt sich die wahre Stärke der Gemeinschaft und deshalb möchte ich mich heute bei Ihnen allen für die Solidarität, das Verständnis, die Unterstützung und das unermüdliche Engagement von vielen unter Ihnen und euch bedanken. Wir leben alle noch in der Zeit der Ungewissheit, wissen noch nicht genau, wie es im neuen Jahr weitergehen wird, aber bis hierher haben wir es gemeinsam gut geschafft.

Jetzt ist endlich Zeit, sich etwas zurückzulehnen und sich über das Erreichte zu freuen.

So ungewöhnlich das diesjährige Weihnachtsfest auch sein wird, versuchen Sie wie ich, Ihren Blick auf die positiven Aspekte zu richten, auch wenn wir in vielerlei Hinsicht Verzicht üben müssen. Wir dürfen uns auf das Wesentliche besinnen. Und das Wesentliche ist in meinen Augen, den Kontakt zu den liebsten Menschen zu genießen, im engsten Familienkreis zu feiern, um unseren Liebsten die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Wir haben Zeit und Ruhe beisammen zu sein, miteinander zu reden, zu spielen und der Liebe und Zuneigung füreinander Raum zu geben. Denn schlagartig, durch die Pandemie bedingt, durften wir erkennen, wie sehr wir manchmal in Äußerlichkeiten verhaftet waren, wie trügerisch unsere Sicherheiten und wie allzu selbstverständlich unsere sozialen Kontakte immer waren.

Wir haben in diesem Jahr gelernt, dass nicht alles in unserer Hand liegt. Manche Dinge aber eben doch.

Ein zentraler Satz der Weihnachtsgeschichte lautet: „Fürchtet euch nicht.“ Lasst uns / Lassen Sie uns gemeinsam versuchen, dem kommenden Jahr 2021 mit Mut und Zuversicht zu begegnen. Denn Weihnachten ist das Fest, das uns die Chance gibt, uns darauf zu besinnen, dass es etwas Größeres gibt, als uns selbst. Gemeinsam und mit Zuversicht werden wir weiterhin unser schulisches Leben am EMA stärken und gestalten.

Weihnachten2Mit einer weihnachtlichen Umarmung wünsche ich euch und Ihnen ein frohes, ermutigendes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Ihre / eure

Simone Bröcker, Schulleiterin
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