Das Konzept der Streitschlichtung am EMAStreitschlichter-Logo

Die Erfahrung von Streit, Konflikt und Auseinandersetzung gehört genauso zum Schulalltag wie Lernen, Üben und Wissen. Nicht nur die schwerwiegenden,  auch die „kleinen“ Konflikte sind es oft, die den Schulmorgen belasten. Streit stellt Selbstverständliches in Frage, weil Widerspruch erlebt wird. Insofern ist Streit auch eine Chance, neue verbindende Lösungen zu finden. Solches Streiten kann gelernt werden und ist ein Erziehungsziel unserer Schule.

Unser Streitschlichtungskonzept will Wege zu einer konstruktiven Streitform aufzeigen und einüben. Ziel aller Streitschlichtung ist es, eine Lösung zu finden, die die Streitenden selber entwickeln, eine Lösung ohne Sieger und Verlierer.

In einem regelgeleiteten Verfahren kann jeder der Streitenden seine jeweilige Sicht auf den Konflikt darlegen. Er kann seine Betroffenheit äußern und muss seinerseits wahrnehmen, was den anderen verletzt hat. Unter diesen Voraussetzungen haben die Streitenden eine gute Chance, gemeinsam eine Lösung zu finden, die jedem der Beteiligten gerecht wird, indem sie offen austauschen, was der einzelne erwartet und was er bereit ist zu tun.

Mitten im Streit aber sind solche Gespräche schwer. Leichter fallen sie, wenn ein unparteiischer Vermittler sie moderiert, wobei nicht Lehrer solche Gesprächsleiter sind, sondern Schüler der 10. Klassen, die als Streitschlichter ausgebildet wurden.

Das gesamte Kollegium des EMA hat sich 2003 in dieses Konzept „Streitschlichtung durch Schüler“ einführen lassen, 15 Kollegen und Kolleginnen haben eine Ausbildung durchlaufen, die sie zur Ausbildung von Streitschlichtern befähigt. Im Wechsel bilden jährlich jeweils zwei von ihnen eine neue Gruppe von Schülern aus.


Streit schlichten will gelernt sein

Die Ausbildung zum Streitschlichter wird als zweistündige AG den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen angeboten.

Der Lehrgang umfasst 20 Doppelstunden, beginnt nach den Herbstferien und schließt mit einer Kompaktveranstaltung am Ende des Schuljahres ab.

Vorausgesetzt werden Engagement, Verantwortungsbereitschaft, Ernsthaftigkeit sowie die Verpflichtung, in Klasse 10 aktiv im Streitschlichter-team mitzuarbeiten.

Die Ausbildung gliedert sich in zwei Teile. Zunächst erproben die Schüler und Schülerinnen in Gruppenarbeit und Rollenspielen, wie Kommunikation gelingen kann und analysieren, was diese oft erschwert. Sie reflektieren, wie sich Stimmungen verbal oder in Körpersprache niederschlagen und üben sich darin, aktiv und genau zuzuhören.

Der zweite Teil der Ausbildung ist das Training des Schlichtungsprozesses. Die einzelnen Schritte einer Streitschlichtung werden wiederholt in Rollenspielen trainiert, die Spieler reflektieren ihr eigenes Verhalten, erhalten Rückmeldungen der Mitspieler und der beobachtenden Ausbilder, so dass am Ende der Ausbildung alle angehenden Streitschlichter die einzelnen Schritte sicher beherrschen und souverän durchführen können.

Nach dieser Ausbildung bilden die Teilnehmer im folgenden Schuljahr das neue Streitschlichter-Team des EMA und helfen dabei, ein gewaltfreies und gutes soziales Klima an unserer Schule zu fördern.

In jeder zweiten großen Pause sind zwei der ausgebildeten Schüler in Raum A 201-202 erreichbar. Auch gesonderte Termine können entweder dort oder per Mail abgesprochen werden:

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Anders Streiten will auch gelernt sein

Nur wenn die Idee des konstruktiven Streitens im gesamten Schulumfeld präsent ist, kann die Institution der Streitschlichtung langfristig etwas bewirken.

Deshalb stellen sich bereits in den ersten zwei Wochen des Schuljahrs die neuen Streitschlichter in den fünften und sechsten Klassen vor.

Zudem wird das Thema „Anders streiten“ im Religionsunterricht der 5. Klassen behandelt.

Dabei erleben die Schülerinnen und Schüler die Streitschlichtung im Rollenspiel und lernen dabei gleichzeitig die amtierenden Streitschlichter  näher kennen.

Ziel des gesamten Konzeptes ist es, eine konstruktive Konfliktkultur am EMA zu verankern, die von Lehrern und Schülern getragen ist und Erfahrungen vermittelt, die auch außerhalb der Schule hilfreich und orientierend sind.

Schüler, die in der Schule lernen, dass sie Konflikte eigenständig und gewaltfrei regeln können, werden diese positive Erfahrung auch später in anderem Rahmen selbstbewusst und konstruktiv nutzen können.

Streitschlichter1

Streitschlichter2

Streitschlichter3

 

Streitschlichter4

Streitende sollten wissen, dass nie einer ganz recht hat und der andere ganz unrecht.

- Kurt Tucholsky –

Ablauf einer Streitschlichtung 

  1. Schlichtung einleiten
  2. Sachverhalt klären. Anteile am Streit finden
  3. Lösungen suchen, Verständigung festhalten
  4. Vereinbarungen notieren

Streitschlichtung am EMA bedeutet:

Schüler und Schülerinnen lernen, auch im Streit konstruktiv und lösungsorientiert zu denken, so dass auch im Konflikt die Würde jedes Einzelnen respektiert wird.  

 Aktuelle Informationen hängen

auch im Informationskasten

in der Pausenhalle beim Treppenaufgang aus. 

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http://www.ema-bonn.de/

 

Koordination: Frau Grützmacher und Herr Ursin

Die Deutsche Nationalstiftung (begründet von Helmut Schmidt in Verbindung mit der ZEIT-Stiftung) hatte 2002 erstmalig vier Leistungskurse der Stufe 12 eingeladen, eine internationale Begegnungswoche in Weimar alsSchulBrücke" im Rahmen des Weimarer Dreiecks (Frankreich-Polen-Deutschland) durchzuführen.

 

Die Schüler der Deutschen Schule Paris, des John-Lennon-Gymnasiums Berlin-Mitte, der Willy-Brandt-Schule Warschau und des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums aus Bonn (quasi als Vertreter Westdeutschlands) waren dazu eingeladen worden. Die Schülerinnen und Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums Bonn nehmen jährlich gerne an der „SchulBrücke Weimar" teil, weil dieses einwöchige Seminar eine willkommene und fruchtbare Abwechslung zum schulischen Lernen darstellt.


Die interessanten und anspruchsvollen Themen aus den Bereichen Geschichte, Philosophie und Literatur der Klassik und Romantik motivieren die Teilnehmer in hohem Maße zu Selbstständigkeit, Kreativität und großem persönlichen Engagement. Reizvoll ist darüber hinaus die Tatsache, dass junge Menschen aus verschiedenen Städten und Ländern zusammenkommen, um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Die Teilnehmer der Herbst-SchulBrücke kommen außer von unserer Schule aus Bozen, Hummené (Ostslowakei), Leipzig und von den deutschen Schulen Paris und Warschau. Neben der niveauvollen Auseinandersetzung mit historischen, kulturellen oder politischen Sachthemen ist die internationale Begegnung (Weimarer Dreieck) ein besonders wertvoller Bestandteil des Projekts. Denn dadurch bietet sich den Teilnehmern eine seltene und wichtige Gelegenheit, sich im Prozess des gemeinsamen Lebens und Arbeitens mit Gleichaltrigen zu öffnen. Dies kann einen entscheidenden Beitrag zu ihrer Persönlichkeitsfindung leisten. Wenn Sie weitere Fragen zur "SchulBrücke Weimar" haben können Sie sich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden, oder sich über folgenden Link informieren: http://www.nationalstiftung.de/schulbruecke_weimar.php

Fahrtenkonzept – Internationaler Austausch

I. Austauschangebote

Stufen

Name

Partner am EMA

EMA beim Partner

Dauer

Verkehrs-

mittel

Kosten

Anzahl

Koordination

7 (8)

Latein

Scambio Culturale Roma - Bonn

Frühling zw.

03/05

Herbst zw.

09/11

je 7 T.

Flug

Flug + max. 200 €

20-28

Hillert und Schaefer

8

Frz. ab 6

Échange franco-allemand Barentin

Fühling/

Sommer

Fühling/

Sommer

je 10 T.

Bus

ca. 250 €

ca. 25

Fachschaft F

EF

Josef-Pilsudski-Lyzeum, Gdynia/Polen

Mi. bis Mi. vor Osterferien

Mi. bis Mi. vor Herbstferien

je 8 T.

Flug

230 €

15-20

Strempel und Altmann

EF

USA (bisher nicht im Schulprogramm)

Fühling/

Sommer

Fühling/

Sommer

je 3 W.

Flug

1000 €

ca. 25

Fachschaft E

6-Q2

Musiker

Italien, Citadella, Musikensembles

unregelmäßig

         

Schüller

 

(England: Es wird eine Partnerschule gesucht!)

wünschenswert!

           

Auslandsfahrten mit dem Ziel der kulturellen Begegnung verstehen sich als besondere pädagogische Angebote der Schule, auf die kein Anspruch besteht. Ein jährliches Zustandekommen kann nicht garantiert werden. Wenn sich mehr Interessenten für eine Fahrt melden, als berücksichtigt werden können, richtet sich die Auswahl nach folgenden Kriterien:

II. Teilnahmekriterien für Fahrten mit Familienunterkunft

Melden sich mehr Interessenten für eine Fahrt, als teilnehmen können, richtet sich die Auswahl nach folgenden Kriterien:

1. Gutes Sozialverhalten

Es beinhaltet u. a.:

  • Der begleitende Lehrer muss sich auf den Austauschteilnehmer jederzeit verlassen können.
  • Der Austauschschüler sollte sich als Botschafter verstehen.
  • Der Austauschschüler sollte sich als verantwortungsvoll, engagiert, hilfsbereit und teamfähig erwiesen haben.

2. Prinzipielle Bereitschaft, Motivation und Flexibilität

  • Der Austauschschüler muss bereit sein, sich flexibel und offen auf einen Austauschpartner, dessen Familie und ein neues kulturelles Umfeld einzulassen, von seinen Gewohnheiten Abstriche zu machen und eigene Bedürfnisse auch einmal zurückzustecken.
  • Der Bewerber sollte bei der Anmeldung eine kurze Begründung seines Teilnahmewunsches verfassen.

3. Angemessene allgemeine Leistungen sowie Interesse für das jeweilige Fach bzw. eine entsprechende musikalische Vorbereitung

  • Der Austauschschüler sollte insgesamt stabile Leistungen zeigen, da er Unterrichtsausfall und versäumten Stoff eigenständig nacharbeiten muss.
  • Eine schlechte Note im Fach, das dem Austausch zugrunde liegt, ist nicht automatisch ein Ausschlussgrund.
  • Der Austauschschüler sollte ein besonderes Interesse an der Kultur und Sprache des Gastlandes bzw. am Thema des Austauschs zeigen.

4. Möglichst proportionale Berücksichtigung von Jungen und Mädchen

Das Verhältnis der Anzahl von Jungen und Mädchen muss den Möglichkeiten des Gastlandes entsprechen und soll sich ansonsten möglichst nach dem Verhältnis der angemeldeten Mädchen und Jungen richten.

5. Möglichst proportionale Berücksichtigung nach den Anmeldungen aus Parallelklassen (außer EF und Ensembles)

Dieses Kriterium ist nachrangig zu 1. - 4.

Die Reihenfolge der Kriterien entspricht einer Rangordnung, von der in Einzelfällen in Verantwortung der begleitenden Lehrkräfte abgewichen werden kann. Über die Eignung der angemeldeten Schüler entscheiden die Koordinatoren in Absprache mit Fach- und Klassenlehrern. Bleiben nach Berücksichtigung dieser Kriterien mehr Bewerber als freie Plätze, entscheidet das Los.

III. Rahmenbedingungen

1. Schüler und Familien

  • Die Austauschschüler und ihre Familien verpflichten sich, ihren Gast wie ein zusätzliches Familienmitglied zu integrieren, zu verpflegen und ihm Einblicke in die deutsche Kultur und deutsche Lebensweise zu ermöglichen.
  • Die Teilnehmer verpflichten sich, versäumte Unterrichtsinhalte eigenständig nachzuholen. Sie müssen damit rechnen, dass zeitnah nach dem Austausch Arbeiten und Tests geschrieben werden.
  • In der Regel gibt es keine Reiserücktrittsversicherung. Kann ein angemeldeter Schüler aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen (oder beim Rom-Austausch wegen Nichtversetzung) nicht teilnehmen, kann man versuchen, einen Ersatz zu finden, es muss jedoch damit gerechnet werden, dass Kosten nicht oder nicht voll erstattet werden können.
  • Die Eltern sind damit einverstanden, dass sich ihr Kind zeitweise in einer Kleingruppe in begrenztem Rahmen ohne Aufsicht aufhält.
  • Die Teilnehmer verfassen bis 2 Wochen nach Abschluss des Austauschs einen Bericht.
  • Die Austauschschüler verpflichten sich, an evtl. stattfindenden Vorbereitungstreffen teilzunehmen.

2. Schulbetrieb

  • Koordinatoren des Austauschs stellen gemäß Vertretungskonzept für die Zeit ihrer Abwesenheiten Vertretungsaufgaben für alle ihre Kurse.
  • Kollegen vermeiden es, während des Austauschs Arbeiten und Tests zu schreiben.
  • Fehlt in Kursen ein großer Prozentsatz an Schülern, plant der Fachlehrer eine Wiederholung des Unterrichtsstoffs ein bzw. verzichtet auf die Einführung eines neuen komplizierten Lernstoffes.
  • Die Daten des Austauschs, Namen und Klassen der Teilnehmer müssen frühzeitig publik gemacht und per Mail ans Kollegium geschickt werden.
  • Der Austausch sollte den allgemeinen Unterricht möglichst wenig stören.
  • Gastschüler sollten max. zu 3 - 4 am Unterricht teilnehmen, aber nicht in Kursen, deren Sprache sie nicht verstehen. Die Fachkollegen sind über den Besuch frühzeitig zu informieren.
  • Die Schüler sollten einen Raum als Treffpunkt zugewiesen bekommen, damit sie sich nicht lange in Pausenhalle oder Gängen aufhalten müssen.
  • Der Austausch wird von den Verantwortlichen der Fahrt in die Übersicht über die Klassenarbeiten eingetragen, sobald die Daten feststehen.
  • Um die Akzeptanz und das Kennenlernen zu fördern, wäre es nett, zu Abschiedsveranstaltungen Fachschaftskollegen oder andere interessierte Kollegen, Schüler oder Eltern einzuladen.

(Stand 2014)

 

Individueller Schüleraustausch

Ansprechpartnerin

Foto Basisartikel DOM

Maike Domsel (Fächer: KR, F)

(Koordinatorin individueller Schüleraustausch)

 

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„Bin dann mal weg …“: Ein Schul(-halb)jahr im Ausland – so geht's!

In jedem Jahr nutzen Schülerinnen und Schüler am EMA die Möglichkeit, vornehmlich während des 9. Schuljahres oder der EF, im Ausland zu leben und zu lernen. Dieser Auslandsaufenthalt fördert nicht nur das sprachliche Vermögen der Kinder, sondern insbesondere ihre gesamte persönliche Entwicklung. Aus diesen Gründen wird an unserem Gymnasium ein längerer Auslandsaufenthalt mit Schulbesuch besonders unterstützt.

Damit ein Schüler jedoch ein wirklich gelungenes Jahr im Ausland verbringen kann, muss vieles beachtet werden. Angefangen bei der Suche nach der passenden Organisation über die Koordination mit der Schule bis zu den Fragen nach der Finanzierung und dem richtigen Zeitpunkt – diverse Angelegenheiten müssen im Vorfeld geklärt werden. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte:

Ziel und Voraussetzungen

  • Ziel: "Der Gewinn eines langen Aufenthaltes außerhalb unseres Landes liegt vielleicht weniger in dem, was wir über fremde Länder erfahren, sondern in dem, was wir dabei über uns selbst lernen." (Roger Peyrefitte, französischer Schriftsteller und Diplomat)
  • Voraussetzungen: Mut, Motivation und Offenheit für das Leben in einer anderen Kultur

Gastland und Länge des Aufenthaltes

  • Es gibt Austauschprogramme in 50 Staaten
    Wichtig für die Auswahl sind: z.B. Sprache, Schulsystem, Kultur, Wirtschaft, Politik etc.
  • Dauer: Drei Monate, ein Jahr oder auch länger

Auswirkungen auf die schulische Laufbahn

  • Das erste Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 9 oder der Einführungsphase (Jgst. 10) eignet sich besonders gut, um 3-7 Monate im Ausland zu verbringen, da die Möglichkeit einer Anerkennung des Auslandsaufenthalts auf den Bildungsgang in Deutschland besteht. Das bedeutet, dass nach einem 3-7-monatigen Auslandaufenthalt die Schullaufbahn ohne Wiederholung fortgesetzt werden kann.
  • Andere Regeln gelten, wenn der Schüler / die Schülerin z. B. zu einem anderen Zeitpunkt oder einer anderen Aufenthaltsdauer verreist. Dies wird vor allem dann relevant, wenn das Auslandsjahr in einem der Länder der Südhalbkugel (u.a. Australien, Neuseeland, Südafrika oder aber auch Japan) verbracht werden soll. Da dort die Schuljahre im Januar anfangen, ist das dann der beste Zeitpunkt für den Beginn des Auslandsaufenthalts.
  • Zu beachten ist auch, dass für einige Fächer und Abschlüsse (wie z.B. Latein / Latinum) Sonderregelungen gelten. Setzen Sie sich ich in diesem Fall unbedingt rechtzeitig vorher mit Fachlehrern in Verbindung oder kontaktieren Sie den / die Fachschaftsvorsitzende/n des jeweiligen Faches an unserer Schule. Sie helfen in jedem Fall gerne weiter!

Kosten und Finanzierung

  • Kosten: ab 5000 Euro, Flug, Versicherung, Anmeldegebühr, Vor- und Nachbereitungsseminare, Visagebühren, Zusatzkosten (z.B. Schuluniform)
  • Finanzierungsmöglichkeiten über Schüler-BAFög, Stipendien, Individuelle Förderung durch Firmen

Wie bekommen Schüler ein Stipendium für ein Auslandsjahr?

  • Austauschorganisationen AFS Interkulturelle Begegnungen und das Deutsche Youth For Understanding Komitee YFU für Auslandsaufenthalte in der Türkei und China. Unabhängig von der Kooperation mit Mercator bieten auch die Organisationen selbst Stipendien an.
  • AFS beispielsweise bezuschusst je nach Einkommenssituation, familiärem Hintergrund oder Wunschland insgesamt 30 Prozent aller über die Organisation organisierten Schüleraustausche. YFU vergibt im Jahr rund 300 Stipendien - wenn sich der Bewerber den Schüleraustausch sonst nicht leisten könnte oder um den Austausch mit bestimmten Regionen, etwa Osteuropa, zu fördern. Auch das "Parlamentarische Patenschafts-Programm" des Bundestags finanziert politisch interessierten Schülern ein Jahr in den USA.  
  • Darüber hinaus fördern private Organisationen, Firmen und teils die Kommunen die Horizonterweiterung von Schülern – wie etwas der Lions- oder der Rotary-Club.
  • Eine Übersicht über verschiedene Stipendienprogramme sowie weitere Informationen zu Auslandsaufenthalten findet sich auch auf dieser Webseite der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland. Auch auf dieser Webseite eines privaten Bildungsberatungsdienstes kann man nach Angeboten suchen.

Welche Organisation?

  • Idealerweise sollte ein Programm deshalb auch möglichst individuell abgestimmt sein. Denn je passender beispielsweise die Wahl des Umfelds – sprich der Gastfamilie, der Schule und der Umgebung mit ihren Freizeitangeboten -, umso leichter fällt die Integration und umso seltener wird das oft befürchtete Heimweh auftreten.
  • Wann sollte man sich bei den Organisationen bewerben?

Das ist unterschiedlich. Einige Organisationen haben keinen bestimmten Bewerbungsschluss, andere geben ein Datum vor. Möchte man sich jedoch für ein Stipendium bewerben oder an einem bestimmten Programmangebot teilnehmen, sollte man sich mindestens ein Jahr vorher bei der Organisation bewerben. Im Übrigen schadet es nicht, sich sehr frühzeitig mit der Organisation in Verbindung zu setzen. Dort wird man dann genau erfahren, wann der richtige Zeitpunkt für die Bewerbung ist.

  • Merkmale einer guten Organisation und Bewerbungsverfahren: Möglichst individuelle Betreuung: z.B. Vor- und Nachbereitungsseminare, Informationsmaterial, Auswertungsgespräche, Betreuung vor Ort
    • Schriftliche Bewerbung und Gutachten eines Lehrers bzw. Empfehlungsschreiben, Einzel- / Gruppeninterview bei der Organisation
    • Bewerbung: Das Bewerbungsgespräch sollte von geschultem Personal durchgeführt werden.
    • Vorbereitung: Es sollte eine intensive Vorbereitung in Form eines mehrtätigen Seminars angeboten werden.
    • Preise: Ein Vergleich ist sehr schwierig, weil bei einigen Anbietern vieles bereits im Preis enthalten ist, bei anderen Anbietern extra bezahlt werden muss.
    • Anreise: Bei kleineren Organisationen müssen sich die Schüler oft selbst um die Anreise kümmern. Größere Organisationen bieten Gruppenflüge mit Reisebegleiter an.
    • Viele Organisationen bieten sowohl Teil- als auch Vollstipendien an.
    • Es gibt eine interessante Veröffentlichung von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2005, die sich mit diesem Thema eingehend befasst hat. Dort findet man neben den verschiedenen Organisationen auch Preise und Leistungen der Anbieter.

Schüleraustauschverbände und staatliche Austauschprogramme

  • Verbände: DFH-Deutscher Fachverband High School e.V., AJA-Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen (Sechs gemeinnützige Austauschorganisationen haben sich unter einem Dachverband (AJA) zusammengeschlossen und verpflichten sich damit zur Einhaltung gemeinsamer Qualitätskriterien beim internationalen Jugendaustausch). Es sind diese (in alphabetischer Reihenfolge):
    • AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.
    • Deutsches Youth for Understanding Komitee e.V. (YFU)
    • Experiment e.V.
    • Open Door International e.V. (ODI)
    • Partnership International e.V.
    • Rotary Jugenddienst Deutschland e.V.
  • Staatliche Austauschprogramme:

Parlamentarisches Partnerschaftsprogramm (PPP), Voltaire-Programm, Deutsch-Französisches Jugendwerk, German-American Partnership Program

Schulisches Prozedere

  • Initiales Ansprechen der Klassen- bzw. Stufenleitung, dann der Koordinatorin für Auslandsaufenthalte, schließlich Ansprechen der Schulleitung
  • Notwendiges Formular ist im Sekretariat erhältlich
  • Ob der Auslandsaufenthalt für die Schullaufbahn anerkannt wird oder evtl. ein Schuljahr „wiederholt“ werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab wie z. B.
    • Leistungsstand
    • Dauer und dem Zeitpunkt des Auslandsaufenthaltes
    • Entscheidungsfindungen bei Zeugniskonferenzen und der Schulleitung

 

Zur „allgemeinen“ Beruhigung: In vielen Ländern der Welt „verlieren“ die Jugendlichen durch einen längeren Auslandsaufenthalt entweder ein Schuljahr oder beginnen erst ein Jahr später mit dem Studium. Der Vorteil der Austauscherfahrung macht den Nachteil der zeitlichen Verzögerung jedoch mehr als wett!

 Ich freue mich auf euer/Ihr Interesse!

Maike Domsel

 

Links:

Infos zum Schüleraustausch

Liste der Austauschorganisationen (USA)

Professionelle Hilfe bei der Planung eines Auslandaufenthaltes:

Suchmaschine

Assist

Aktuelle Informationen des Schulministeriums zum Thema „Schüleraustausch“ auf der Homepage des Schulministeriums

Informationen über individuelle Austauschprogramme (Kanada, Neuseeland, Australien, Schweiz, Frankreich, Niederlande und Spanien (inkl. Stipendienangebote) sind zudem auf der Homepage der Bezirksregierung Düsseldorf zu finden

 

Literatur:

Handbuch Fernweh: Der Ratgeber zum Schüleraustausch.
Mit übersichtlichen Preis-Leistungs-Tabellen von Highschool-Programmen für 18 Gastländer

Ein Schuljahr in den USA 2009/2010: Austausch-Organisationen auf dem Prüfstand
Infos zu über 70 Anbietern

PONS Erste Hilfe Schüleraustausch USA und Kanada
Ankommen und klarkommen

PONS Schüleraustausch-Wegbegleiter Großbritannien und Irland
Ankommen und klarkommen

Als Gastschüler in den USA
Erfahrungen, Fakten und Informationen

Ein Schuljahr in Neuseeland
Gastschüler an einer neuseeländischen High-School

Ein Schuljahr in Australien
Gastschüler an einer australischen High School

 

Dokumente zum Download:

Antrag auf Genehmigung eines Auslandsaufenthaltes

Merkblatt zum Auslandsaufenthalt

Merkblatt zum Erwerb des Latinums

Herzlich willkommen beim Verein der Freunde und Ehemaligen des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums Bonn e.V.

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