MINT LG Exkursion DUE 3Am 05.12.18 besuchte die MINT-Leistungsgruppe der Jahrgangsstufe 7 am Nachmittag das Deutsche Museum. Der Physik-Zusatz-Unterricht orientiert sich an den Leitkompetenzen Experimentieren, Recherchieren, Knobeln, Tüfteln und Forschen. Das Deutsche Museum Bonn bietet ein Programm in seiner Experimentierküche an, welches sich in hervorragender Weise in unser Konzept einfügt. So verknüpft dieser außerschulische Lernort naturwissenschaftliche Inhalte der Fächer Chemie, Physik, Biologie und Informatik.

Spannende Experimente wie z.B. die Untersuchung der Leitfähigkeit von Salzwasser und die Chromatographie von bestimmten Farbstiften wurden von den Schülerinnen und Schülern begeistert durchgeführt. Alles im Kontext eines Einbruches mit Diebstahl, der aufgeklärt werden sollte. Am Ende wurde der Schuldige von den kleinen Forschern überführt. Beeindruckt waren die Mitarbeiter des Deutschen Museums von den Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler beim Experimentieren. Es wurden saubere Messprotokolle und Auswertungen angefertigt, und die vielen Experimentiermaterialien wurden von allen ordentlich gesäubert und zurückgestellt.

MINT LG Exkursion DUE Kontakt mit ISSEin absolutes Highlight war dann um 15:25 Uhr der vom Deutschen Museum organisierte Funkkontakt zum deutschen Esa-Astronaut Alexander Gerst auf der ISS. Für genau 8 Minuten, während die ISS von Frankreich über Deutschland Richtung Ukraine düste, konnten wir seine Stimme aus einem kleinen Walky Talky hören. Die ISS umrundet auf einer mittleren Höhe von rund 400 km mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit von 27000 km/h die Erde etwa alle eineinhalb Stunden. Alexander Gerst erzählte, dass sein sechsmonatiger Aufenthalt am 20.12.18 endet und er sich auf Weihnachten mit seiner Familie freue. Auch erzählte er von dem kürzlichen Druckabfall, der bei der Besatzung der ISS für einigen Wirbel sorgte. Durch ein winziges Loch war Sauerstoff ins All entwichen, eine zumindest mittelfristige Gefahr für die ISS-Crew. Die drei Amerikaner, zwei Russen sowie der deutsche Alexander Gerst zogen sich zunächst in den russischen Teil der Station zurück. Man verriegelte Stück für Stück die einzelnen Module - und konnte das Leck so schließlich lokalisieren. Inzwischen ist das etwa zwei Millimeter große Loch provisorisch abgedichtet. Weltraumschrott wird als Ursache vermutet. Der in der Umlaufbahn der Erde herumfliegende Müll wird langfristig zu einem immer größeren Problem. Alexander Gerst appellierte an die junge Generation, Ingenieurswissenschaften zu studieren um so eventuell einmal zur Lösung solcher Probleme etwas beitragen zu können.

Dieser Rekrutierungsversuch kam bei der Gruppe gut an. Den Rest des Tages schwebten unsere Forscher dann in himmlischen Sphären.

Daniela Düßdorf

 

 

MINT LG Exkursion DUE 2

 

MINT LG Exkursion DUE 1

 

(Fotos: D. Düßdorf)

 

 


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