Stufe Q1

  • Corpus Delicti 2028 starre GruppeMit der Bühnen-Adaption von Juli Zehs dystopischen Roman „Corpus Delicti“ hatte sich der Q1-Literatur- und Projektkurs (Spielleitung: Dagmar Mautes, Projektleitung: Timo Wilhelm) ein sprachmächtiges und mit seinem spezifischen Setting einer totalitär regierten Gesundheits- und Selbstoptimierungsgesellschaft (genannt die METHODE) wirklich sehr anspruchsvolles Projekt gewählt, denn: wo nichts passiert, was nicht passieren soll, ist es erdrückend, starr und im Endeffekt zum ins Holz-Beißen spießig. Das EMA-Ensemble inszenierte diese Atmosphäre sehr gelungen mit einem aufs Nötigste reduziertem Bühnenbild, in dem die Menschen im Mittelpunkt standen: ganz in weiß, unaufdringlich elegant, nett, jung, fit, gutaussehend und (mit vereinzelten Ausnahmen) in ihren Rollen bleibend. Die Bilder im Theater im Ballsaal erzeugten so in etwa den Charme eines „Raffaello“-Werbespots – ganz ohne Schokolade also. Denn die ist ungesund, und Gesundheit ist das höchste Gut, das – wenn man nur nach der richtigen Methode lebt – von jedem erreicht werden kann, und dem sich entsprechend alles menschliche Verhalten in der METHODE unterzuordnen hat.

    Corpus Delicti 2028 Mia raucht nichtMan kann so leben. Aber man darf nicht anders. Genau das aber muss Mia Holl (gespielt von Emma Seggewiß, Marlene Ost und Lily Pepper), die junge, erfolgreiche Modell-Bürgerin und Protagonistin des Stücks, tun, die den Suizid ihres ihrer Meinung nach zu Unrecht als Vergewaltiger verurteilten Bruders Moritz (Nicolas Albring) nicht verwinden kann und sich in ihrer Trauer und ihrem Zweifel an der vermeintlichen Logik der METHODE zerfrisst, vernachlässigt und damit sowohl auf den Radarschirmen der Wächter als auch der Gegner des Systems erscheint: von den einen als Rebellin vor Gericht und in Haft gebracht, von den anderen als Heldin gefordert.

    Das daraus folgende Ringen um Stabilität und Individualität erfolgt mit Macht, aber eben auch ausschließlich verbal. Im Grunde ist es einCorpus Delicti 2018 Mia vor Gericht Gerichtsstück. Hitzige Dialoge, wortmächtige Rede und Gegenrede und programmatische Monologe verlangten Schauspielern hier wirklich viel Textsicherheit und Sprechkunst ab, um das Publikum im Griff zu behalten. Die kleine Bühne mit einem fast ständig präsenten Cast, die rasch ineinander übergehenden Szenenfolgen und der ein oder andere Multi-Media-Kniff sorgten dabei für eine ausgewogene Spielatmosphäre, deren Dichte und Dynamik man sich weder auf der Bühne noch auf den Rängen entziehen konnte. Und so musste man die Manifeste der strengen wie eloquenten und rechthaberischen Gesundheits-Methodisten (dabei sicherlich herausragend: Chefideologe Heinrich Kramer, überzeugend gespielt von der Trias aus Sophia Fermor/Wladislaw Jerokin/Lena Michels) über sich ergehen lassen, die auch deswegen so nervten, weil man ihnen zuweilen unwillkürlich zustimmen musste. Was, um nur ein Beispiel zu bemühen, ist denn eigentlich verwerflich am angestrebten Unterfangen, den Menschen zum Glück (= Gesundheit) zu erziehen und ihn notfalls dazu zu zwingen, weil kollabierende Gesundheitssysteme ihn nicht mehr lang werden helfen können? Und schließlich gilt: Man will ja nur ein nettes, ruhiges Leben. Wenn Gesundheitskonformität der Preis dafür ist, dann zahlt man ihn doch mit Corpus Delicti 2028 nette Nachbarneinem Lächeln – und reiht sich dann eben in die Reihe von Mia Holls Nachbarn ein, deren schafherdenhafte Einfalt (wirklich komisch dabei Astrid Ermert als Driss) einem immer wieder ein spöttisches Grinsen aufs Gesichts zauberte, in einem ansonsten trüben weil todernsten und für unsere Zeit reflektiert wahrnehmende Menschen wirklich irritierenden Stück. In dem entzieht Mia Holl der von ihr lange gestützten METHODE heldenhaft das Vertrauen. Einen Heldentod bekommt sie dafür aber nicht. Stattdessen geht es in ein Resozialisierungsprogramm – Gehirnwäsche also, damit die Rebellen verlieren, was sie einst hoffnungsvoll machte: Rage against the machine. Damit hinterlässt „Corpus Delicti“ am Ende ein Gefühl von Verstörung wie nach der Lektüre von George Orwells ungleich düsterer Dystopie „1984“, an deren Ende nichts ist als die ehrlich empfundene Liebe zu „Big Brother“. Mia Holl wird also wiederkommen wie ein „Raphaello-Spot“: blütenweiß und schön – und ganz ohne Schokolade.

    Corpus Delicti 2018 Mia brainwashedMan ist beim Abpfiff versucht, aus Protest gegen das Verweigern jeglicher Hoffnung und Widerstandsglorie erst einmal nicht zu klatschen. Mein letzter Englisch-LK reagierte nach der Lektüre von Dave Eggers hochdekoriertem und ebenso verstörend gegenwartsnahen dystopischen Roman „The Circle“ mit einem wahren „shitstorm“ an Kritik: Keine Action, keine Revolution, soviel Systemblindheit und Angepasstheit auf Seiten der Protagonistin (deren Name, Mae Holland, doch irgendwie auffallend nachbarschaftlich zu Mia Holl wirkt), dass man das Buch habe in die Tonne treten wollen. Als Leser habe man das Recht auf mehr: Unterhaltung nämlich! Da hüpfte mein Lehrerherz: Ihr wollt es abwechslungsreich und nicht stromlinienförmig? Dann passt auf, wenn ihr euch von Google anheuern lasst! Am Ende von „Corpus Delicti“ gilt gleiches: Wenn man sich das für den letzten Funken individueller Freiheit symbolisch stehende „Recht auf Krankheit“ bewahren will, dann muss man früh aufstehen. Früher noch als Mia Holl. Um genau zu sein: JETZT.

    Und applaudieren musste man für diese überzeugend inszenierte und gespielte Botschaft auch. Und zwar kräftig. Das war gutes Theater. Im nächsten Schuljahr gerne mehr davon.

    Jochen Stiewe

     

    Dank und Applaus gebührten:

    Auf der Bühne (Literaturkurs)

    Mia Holl I-III: Emma Seggewiß, Marlene Ost, Lily Pepper
    Moritz Holl: Nicolas Albring
    Ideale Geliebte (die einzige in Rot): Sophie Bobinski/Ronja Lippel
    Heinrich Kramer: Sophia Fermor/Lena Michels/Wladislaw Jerokin
    Die Nachbarn Lebertsche, Lizzie und Driss: Lucas Weitz, Nele Proff, Astrid Ermert
    Richterin Sophie: Jenny Peter/Sofie Klemmer
    Staatsanwalt Bell: Judith Weiss/Sophie Paine
    Anwältin Rosentreter: Leonie Krüsken
    Journalist Würmer: Benedikt Lewalter
    Richter Hutschneider: Luise Ermert
    In weiteren Rollen: Carl Spengler, Paula Wedemeyer

    Spielleitung: Dagmar Mautes

    Hinter den Kulissen (Projektkurs)

    Moritz Blesgen, Kamila Dalbeck, Nipuni De Silva, Hilal Erik, Malin Goddon, Florian Janke, Jonah Lottner, Jaques Noell, Luka Schinkel, Jannik Schlüter, Luisa Thiel, Paula Veismann, Luke von Deylen

    Projektleitung: Timo Wilhelm

    Ferner…
    Herr Baur und Herr Schiffelgen (EMA-Hausmeister), Herrn Hahnemann (GRCS Druck), Herrn Kentenich (EMA-Kunstlehrer), Herrn Paine (Fotos für Plakat und Flyer), Frau Pauka (Theater im Ballsaal)

     

     Corpus Delicti 2018 Applausbild cast

     

    Tolles EMA-Theater-Ensemble, verabschiedet mit tollem Applaus

     

    Corpus Delicti 2018 Applausbild MAU WIL

     

    Back in black - Der Projektsupport (in schwarz), die Spielleiterin, Dagmar Mautes und der Projektleiter, Timo Wilhelm (beide vorn)

     

    Corpus Delicti 2018 Kramer und Holl Titel

     

    (Fotos im online-Artikel: Aneta Bobinska - deren weitere schöne Bilder von der Aufführung hiergeteilt werden dürfen.)

  • weimar1Du interessierst dich für Geschichte und Philosophie, möchtest gerne mal eine andere Stadt kennenlernen und viele neue internationale Freundschaften schließen? Dann ist die SchulBrücke Weimar genau das Richtige für dich.  

    Jahr für Jahr fahren acht Schülerinnen und Schüler der Q1 für eine Woche zur EJBW (Europäische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar) nach Weimar. Schülerinnen und Schüler aus Leipzig und Taucha, sowie aus Paris, Warschau, Hummené und Bozen nehmen an der Veranstaltung teil, um sich eine Woche lang auf sehr unterschiedliche Weise mit einem Thema auseinanderzusetzen, welches ausgehend von der Weimarer Klassik eine Brücke in unsere Zeit schlägt. Am Ende des Seminars werden die vielfältigen Arbeitsergebnisse auf einem Zeitstrahl zusammengetragen und präsentiert. “Umbrüche in der Gesellschaft - Von der Reformation über die Revolutionen zur Großen Transformation” war das Thema der SchulBrücke 2017.  

    Wir (Konstantin A., Andreas K., Jenny G., Marie S., Aurelia S., Judith W., Marlene O., Sophie P.) fuhren zusammen mit Frau Barz und Frau Krämer als Vertreter des EMA mit der Bahn nach Weimar. Am Anfang waren wir Schüler sehr nervös, da wir uns noch nicht so recht vorstellen konnten, was uns in Weimar erwarten würde. Am Ende der Woche waren wir jedoch so begeistert, dass uns der Abschied schwerfiel.

    Durch das gemeinsame Arbeiten, Essen und die Unterbringung in international gemischten Zimmern verbrachten wir schon bald gerne die Freizeit mit den Schülern aus anderen Ländern. Wir lernten jedoch nicht nur neue Menschen, sondern auch eine wunderschöne und historisch interessante Stadt kennen.

    Beim Besuch der Gedenkstätte Buchenwald, der in jedem Jahr fester Bestandteil des Programms ist, sammelten wir weitere wichtige Erfahrungen. Die Eindrücke sind belastend, aber auch wichtig und nachhaltig.

    Das internationale Buffet, für das alle Teilnehmer typisches Essen aus ihrem Heimatland mitbringen, gehört ebenfalls stets zum Programm. Hier haben wir Dinge probiert, an die wir sonst vielleicht niemals herangetraut hätten.

    Das Verhältnis aus Freizeit und Arbeit war im Verlauf der Woche sehr gelungen und beides machte aufgrund der tollen Gesellschaft, sowohl von Schülern als auch von Lehrern und Betreuern, großen Spaß.

    Am Abschlussabend bekamen wir alle ein Zertifikat ausgehändigt, welches uns als Teilnehmer an einem Projekt der “Deutsche[n] Nationalstiftung” ausweist. Diese anerkannte Auszeichnung wird möglicherweise hilfreich sein, wenn wir ein Stipendium beantragen oder einen Praktikumsplatz suchen werden.

    Erste Wiedersehenspläne sind bereits geschmiedet. Einige Teilnehmer beabsichtigen zum Alumni-Wochenende nach Weimar zu fahren und andere planen bereits Besuche in Warschau und Paris. Auch auf den sozialen Medien stehen wir mit den meisten Teilnehmern noch aktiv in Kontakt, so entsteht ein enges Netzwerk, dessen Vorteile wir nutzen können.

    Die Europäische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar trägt ihren Namen in jedem Fall zu Recht, denn wir haben während des Seminars auf ganz anderen Wegen als in der Schule viel gelernt und Freundschaften fürs Leben geschlossen.

    Sophie Paine Q1

     

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  • Summer in the city 2017 dance3

    Mit einer starken Performance begeisterten der Literaturkurs (Theater) und der Projektkurs (Tanz) mit ihrer Tanz-Theater-Aufführung von "Summer in the City" in der großen Turnhalle des EMA am Donnerstag, den 22. und Freitag, den 23. Juni ein zahlreich erschienenes Publikum. Ausgehendvon Peter Handkes Schauspiel "Die Stunde da wir nicht voneinander wußten" hatten die Gruppen ihr Stück in kreativen Feldstudien auf dem Münster- und dem Bertha-von-Suttner-Platz sowie im Bonner Loch zu einem facettenreichen Stück mit unterschiedlichsten Figuren und Szenen, Tänzen und Gesang selbst entwickelt.

    Hochklassige Tänzerinnen und Tänzer der Stufe Q1 sorgten zusammen mit ihrer Projektleiterin Catharina Maceba für zwei ganz ausdrucksstarke Abende!

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    Jochen Stiewe

     

     

    Summer in the city 2017

     

    Gut besucht war die große Turnhalle am EMA an beiden Abenden von "Summer in the City"

     

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     (Fotos: T. Harth)

  • Lasker Buchcover downsized„Ihr sollt die Wahrheit erben“ - so heißt die Biographie der mittlerweile über 90-jährigen Anita Lasker-Wallfisch, einer deutsch-britischen Cellistin jüdischer Herkunft und einer der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters des Konzentrationslagers Auschwitz. Damit die Wahrheit über die Gräueltaten des NS-Regimes nicht in Vergessenheit gerät, besuchte Frau Lasker-Wallfisch auf Einladung der Fachschaft Sozialwissenschaften in Kooperation mit der Bonner Buchhandlung Böttger am 27.01.2016 das EMA. An diesem Tag, gleichzeitig auch Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus‘, erzählte sie den Schülern der Oberstufe von ihrer Lebensgeschichte und ihren Erlebnissen in der NS-Diktatur.

    Frau Lasker-Wallfisch berichtete von der Deportation ihrer Eltern 1942, als sie gerade einmal 16 Jahre alt war, von der Zeit, in der sie mit ihrer Schwester Renate in einer Papierfabrik arbeiten musste, von ihrer Inhaftierung nach einem Fluchtversuch mit gefälschten Dokumenten sowie ihrer anschließenden Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz.

    Dass sie das NS-Regime überhaupt überlebte, verdankt Frau Lasker-Wallfisch der Tatsache, dass sie Cello spielen konnte. Bei ihrer Ankunft in Auschwitz erwähnte sie dies mehr oder weniger beiläufig, woraufhin die Lagerinsassin, die ihr den Kopf schor und ihr die Häftlingsnummer eintätowierte, voller Begeisterung sagte: „Das ist ja wundervoll! Du wirst gerettet werden!“ Fortan spielte sie Cello im Häftlingsorchester und genoss dadurch einige Privilegien. Auch ihrer Schwester Renate blieb so der Tod erspart.

    Im November 1944 wurden beide Schwestern nach Bergen-Belsen gebracht, wo die Zustände noch schlechter waren als in Auschwitz. Doch auch diese Zeit überlebten die Schwestern und wurden am 15. April 1945 durch britische Truppen befreit. Frau Lasker-Wallfisch wanderte nach England aus und wurde dort erfolgreiche Cellistin im English Chamber Orchestra, das sie mitbegründete.

    Eigentlich nahm sie sich vor, nie wieder einen Fuß auf deutschen Boden zu setzen, bis sie eines Tages erkannte, dass sie einen immensen Beitrag leisten könne, um solche Schrecken in der Zukunft zu verhindern. So traf sie die Entscheidung, Vortragsreisen zu unternehmen und Schulen zu besuchen, um über die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten und ihr Leben zu erzählen - aus meiner Sicht eine Entscheidung, die für alle Oberstufenschüler des EMA eine unglaubliche Chance war, mit einer Zeitzeugin zu sprechen und aus erster Hand über diesen Abschnitt der Geschichte zu lernen.

    Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten Schüler der Zeitzeugin Fragen stellen. Neben weiteren Fragen zu ihrem Leben und der Art und Weise, wie sie mit dem Leid, das sie erfahren hat, umgegangen ist, wurde auch eine Brücke zur aktuellen politischen Lage geschlagen. „Niemand ist mit einem Etikett wie Übermensch oder Untermensch auf die Welt gekommen. Die Etiketten haben wir erfunden.“

    Während der gesamten Veranstaltung gelang es Frau Lasker-Wallfisch eine deutlich spürbare Spannung in der Aula zu erzeugen. Gebannt folgte das Publikum ihren Erzählungen. Abgesehen von der ruhigen, aber dennoch fesselnden Stimme der Zeitzeugin und einem gelegentlichen Husten war es in der Aula vollkommen still. Frau Lasker-Wallfisch beeindruckte nicht nur durch ihre Lebensgeschichte, sondern auch durch ihre starke Persönlichkeit, ihr Selbstbewusstsein und die Aura, die sie ausstrahlte.

    Wie relevant die Kenntnis des düsteren Teils der deutschen Geschichte auch für die Gegenwart ist, betonte Frau Lasker-Wallfisch öfters. Eine Botschaft lag ihr besonders am Herzen: Sie erklärte den Schülern, dass es eine Unmöglichkeit sei, sich das Leid der verfolgten und unterdrückten Menschen zu Zeiten der NS-Diktatur vorzustellen. „Es ist aber auch nicht wichtig. Wichtig ist das Heute. Sprecht erst miteinander, bevor ihr einander tötet.“

     

    Felina Lottner (Q2)

     

     

    Lasker EMA 2016 Begruessung

    Stellvertretender Schulleiter Ulrich Breuker begrüßt Anita Lasker-Wallfisch in der voll besetzten EMA-Aula. Neben der gesamten Oberstufe waren auch zahlreiche interessierte Eltern und ehemalige Kolleginnen und Kollegen des EMA erschienen.

     

    Lasker Kernchen Musik

     

    Musikalisch eingestimmt und begleitet wurde Frau Lasker-Wallfischs Lesung von unseren Schülern Johannes Zipfel (Cello) und  Jan Taro Löhken (Flügel), die Igor Stravinskys "Suite Italienne" darboten.

     

    Lasker Kernchen Signieren

     

     

     Lasker Kernchen Lasker Titel

     

    Anita Lasker-Wallfisch (* 1925) las aus zunächst aus ihrem Buch "Ihr sollt die Wahrheit erben. Die Cellistin von Auschwitz. Erinnerungen", bevor sie mit dem Publikum ins Gespräch kam. Die abschließende Möglichkeit zur Signierung ihres Buches durch die Autorin selbst nahmen zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung wahr.

     

    (Abbildung d. Buchcovers von "Ihr sollt die Wahrheit erben" mit freundlicher Genehmigung des Rohwolt-Verlags)

    (Erstes Foto: J. Stiewe, übrige Fotos: Reinhard Kernchen)

     

    Eine Kopie des Printartikels im Bonner Generalanzeiger, vom 28.01.2016 finden Sie hier. 

     

    Stellvertretend für die Fachschaft Sozialwissenschaften sei an dieser Stelle Timo Wilhelm für seine Organisation, sowie dem Verein der Freunde und Ehemaligen des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums e.V.  für die freundliche Unterstützung dieser Veranstaltung herzlich gedankt!

     

     

     

  • Am 23. und 24.11.2015 gastierte die „Hackedicht-Schultour“ der Knappschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes am EMA. Dabei handelt es sich um ein bundesweites, von der Bundesregierung gefördertes Präventionsprojekt für weiterführende Schulen mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche nachhaltig auf die Gefahren und Risiken von Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum aufmerksam zu machen.

    Die Auftaktveranstaltung bildete das unterhaltsame Bühnenprogramm „Hackedicht oder was?“ mit dem bekannten Schauspieler und Comedian Eisi Gulp, an dem alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 bis Jahrgangsstufe Q2 und deren Fachlehrer teilnahmen. Weniger mit erhobenem Zeigefinger als mit hochgezogenen Mundwinkeln und tiefsinnigen kabarettistischen Einlagen regte Eisi Gulp dabei nicht nur zum Lachen, sondern auch zum kritischen Nachdenken und Diskutieren über das Thema Drogenmissbrauch bei Jugendlichen an.

    Um eine nachhaltigen Wirkung des Programms sicherzustellen, nahmen am Nachmittag zwanzig Lehrerinnen und Lehrer des EMA an einer Fortbildung über interaktive Methoden zur Suchtprävention in der Schule und zur gezielten Nacharbeit mit jungen Menschen zum Kabarettprogramm von Eisi Gulp teil. Diese Fortbildung wurde von einem geschulten pädagogischen Expertenteam des Suchthilfevereins Condrobs e.V. geleitet.

    Am Abend erhielten schließlich auch noch interessierte Eltern die Möglichkeit zur Diskussion mit den Veranstaltern über diesen innovativen suchtpräventiven Ansatz. Erfreulicherweise nahmen zahlreiche Eltern diese Einladung zum Erfahrungsaustausch wahr.

    Einen weiteren Höhepunkt der Hackedicht-Schultour bildeten sicherlich die lebendigen Workshops mit den achten Klassen am Folgetag und die angeregte Evaluationsrunde mit allen interessierten Beteiligten zum Abschluss des Projektes.

    Schon jetzt zeigen zahlreiche engagierte Rückmeldungen von Schülern, Lehrern und Eltern, wie stark das Hackedicht-Projekt die persönliche Auseinandersetzung mit/und den Austausch über Formen von Suchtmittelmissbrauch und Suchtprävention am EMA beflügelt hat.

    Sachliche Informationen über Suchtmittel sind sicherlich eine wichtiger Bestandteil von Prävention, wertvoller noch erscheint jedoch vielfach die Auseinandersetzung mit sich selbst, der eigenen Meinung, den eigenen Erfahrungen und dem eigenen Verhalten. Dazu hat die Hackedicht-Schultour am EMA mit Sicherheit einen wesentlichen Beitrag geleistet, auf dem wir in Zukunft mit weiteren suchtpräventiven Projekten aufbauen wollen, um unsere Jugendlichen nachhaltig zum kritischen Nachdenken über Suchtmittel anzuregen und um sie stark zu machen, zum Drogenmissbrauch „Nein“ zu sagen.  

     

    Birgit Besser-Scholz

    (Beauftragte für Suchtprävention am EMA & Dipl.Psych.)

     

     Hackedicht EisiGulp Hackedicht

     

     Der Münchner Schauspieler und Kabarettist Eisi Gulp gibt sich hackedicht. Mit einem zweistündigen, Programm mimt er die extremen Seiten des "Volks-" oder "szenigen" Drogenkonsums.

     

    Hackedicht Voll Toll

     

     Gulps Figuren waren mindestens verstörend. Aber wer hackedicht ist, verstört auch. Mindestens.

     Hackedicht Technik

     

    Für die Schüler der EMA-Technik AG war die Zusammenarbeit mit Gulp sicherlich eine Herausforderung. Sicher gemeistert haben sie sie auch.

     

    Hackedicht Orga

     

    Machten das das Schulrojekt "Hackedicht" am EMA möglich (von links): Jana Liebert (Deutscher Kinderschutzbund), Susanne Heinrich (Knappschaft), Eisi Gulp, Schulleiter Thomas Harth und Birgit Besser-Scholz (EMA-Beauftragte für Suchtprävention)

     

    Hackedicht Publikum

     

     "Hackedicht" richtete sich an alle Schülerinnen und Schüler der Stufen 8 bis Q2. Dementsprechend war die Aula voll.

     

    Hackedicht Undjetzalle Titelbild

     

    Neben den EMA-Tontechnikern halfen viele Schülerinnen und Schüler aus der SV und zwei Lerngruppen von Birgit Besser-Scholz bei der organisatorischen Umsetzung der Großveranstaltung in der Aula. 

     

    (Fotos: R. Hillert)

     

  • Am 1. Oktober 2015 fand die erste Veranstaltung zur Studien- und Berufsinformation der Q1 statt. Frau Gurba von der Bundesagentur für Arbeit informierte dabei wie jedes Jahr über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, Fächerwahl und Zulassungsbeschränkungen, über Einschreibung und Fristen an Universitäten, über hilfreiche Links und Beratungsmöglichkeiten, über ein Studium im Ausland und vieles mehr. An diesem ersten Termin nahmen ca. 40 Schüler und Schülerinnen der MINT-LKs teil – wobei die Anzahl der Schüler auffällig überwog.

     

    Nach den Herbstferien folgen am 21. und 23. Oktober zwei weitere Termine für die anderen LKs sowie am 21. Oktober der erste individuelle Sprechtermin. Wir wünschen allen, dass sie durch diese Veranstaltungen konkretere Vorstellungen über ihren weiteren Ausbildungsweg entwickeln. Vielen Dank an Frau Gurba!

     

     

    Rita Hillert

     

     

     

    Berufsinfo LKQ1 2015 thumbsUP

     

     

    Offensichtlich gut beraten fühlten sich die LK-Schülerinnen und Schüler von Andrea Gurba, von der Bundesagentur für Arbeit.

     

     

    Berufsinfo LKQ1 2015

     

     

    (Fotos: R. Hillert)

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