Was ist „Schüler-beraten-Schüler“ (= SbS)?                                         2020_Plakat_SbS.jpg

„Schüler-beraten-Schüler“ ist eine Form von „Peer-Beratung“ am EMA. Das bedeutet: Schülerinnen und Schüler mit Sorgen oder Problemen können mit extra dafür ausgebildeten Mitschüler*innen (= Peers) vertraulich, in Ruhe und streng vertraulich an vorher vereinbarten Terminen sprechen.
Dabei geht es nicht - wie bei den Streitschlichtern – um das Lösen von Konflikten zwischen zwei zerstrittenen Parteien, sondern um hilfreiche Einzelgespräche; beispielsweise, wenn man sich durch Leistungsdruck in der Schule oder Probleme mit Freunden oder in der Familie besonders belastet fühlt, Rat sucht und/oder Unterstützung von Gleichaltrigen braucht.                                    

Neuere psychologische Studien zeigen nämlich: Für Kinder und Jugendliche ist es häufig leichter, sich mit ihren Sorgen jemandem anzuvertrauen, der ungefähr gleich alt ist wie sie selber und sich aufgrund der gemeinsamen schulischen Situation möglicherweise besser in die jeweilige Situation hineinversetzen kann als irgendein Erwachsener. Aus dieser Grundidee heraus hat sich unser SbS-Unterstützungsprojekt am EMA entwickelt, das nun schon seit 12. Jahren erfolgreich läuft.

Wer führt die SbS-Beratungsgespräche durch und wie laufen diese ab?       

Das aktuelle SbS-Team im Schuljahr 20/21 setzt sich aus 12 Schüler*innen der Jahrgangsstufe Q2 zusammen. Wer Beratung_SbS-Corona-Foto_IMG-20200910-WA0003.jpgwir SbS-Berater*innen genau sind, könnt ihr auf Postern in der Pausenhalle oder an der Tür vor Raum A203 nachlesen. Dort stellen wir uns mit Fotos und kurzen Steckbriefen vor.
 Um euch in Krisensituationen angemessen beraten zu können, haben wir uns an drei Wochenenden von Herrn Kinder, unserem Schulpsychologen, und von unserer Beratungslehrerin Frau Besser-Scholz, ausbilden lassen. Diese Peer-Ausbildung ermöglicht es uns, ratsuchende Mitschüler*innen kompetent zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen nach angemessenen Problemlösungen zu suchen.
Jede SbS-Beratung findet in einem persönlichen Gespräch von ca. 30 Minuten Dauer mit einem Mitglied unseres Teams im Beratungsraum A203 statt. Bei Bedarf könnt ihr nach einem ersten Beratungsgespräch weitere Termine mit uns vereinbaren.                                                                                               

Über die besonderen Regeln und Grundsätze eines SbS-Gesprächs informieren wir euch im Detail zu Beginn des ersten Beratungsgesprächs. (Dazu könnt ihr dann auch Fragen stellen.)  Einer der wichtigsten Grundsätze der EMA-Peer-Berater*innen lautet aber: Alle beratenden Schüler*innen verpflichten sich zu absoluter Vertraulichkeit!

Wo liegen Grenzen bei der SbS-Beratung?                                                       

Trotz unserer fundierten Ausbildung können wir Peer-Berater*innen nicht in jeder Situation helfen oder für jedes Problem gemeinsam mit dem Ratsuchenden eine realisierbare Lösung entwickeln. Wenn wir also feststellen sollten, dass wir mit einem Problem überfordert sind, holen wir uns – nach Absprache mit euch, und auf Wunsch auch ohne euren Namen zu nennen, – in der Sache Rat bei Herrn Kinder oder bei Frau Besser-Scholz, die das SbS-Projekt am EMA begleiten.
Darüber hinaus können wir euch Adressen von außerschulischen Beratungsstellen, bei denen man sich kostenlos und anonym beraten lassen kann, vermitteln.

Wie kann man einen Termin für ein SbS-Beratungsgespräch vereinbaren?   

Bitte schreibt eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder legt einen Zettel mit einem Hinweis, wie man euch erreichen kann, in den SbS-Briefkasten in der Pausenhalle (neben dem Aquarium) oder kommt an einem Montag (im Schuljahr 20/21 ab dem 07.09.20), in der zweiten großen Pause, einfach direkt zu Raum A203.