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„Europa macht Schule 2010“
Der Lateinkurs GK 11 (L7) von Frau Hillert nahm an dem diesjährigen europäischen Projekt teil und arbeitete mit einer italienischen Studentin zu einem römisch-italienischen Thema:
„Wie römisch sind Italiener noch heute?“
Analyse der römischen Einflüsse auf das moderne Italien
„Europa macht Schule“ ist ein Austausch-Programm, das europäische Studenten an ihrem Studienort in Deutschland an Schulen vermittelt. Dort erarbeiten sie mit einer Klasse ein frei wählbares Thema, das ihr Herkunftsland betrifft. Durch den persönlichen Kontakt und die hautnahen Erfahrungen sollen die Teilnehmer Kultur und Charakteristika europäischer Nationen besser kennen und verstehen lernen. Dieses Programm steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Dr. Köhler und wird von Partnern wie DAAD, Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie GD Bildung und Kultur unterstützt. Nach eigener Aussage der Projektträger ist das Ziel des Programms,
„Europa konkret und lebendig werden zu lassen. Andere Kulturen und Denkweisen sollen erfahrbar werden und ein Dialog über das Gemeinsame und Unterschiedliche entstehen. Der Weg dorthin ist ein kleines Unterrichtsprojekt deutscher Schüler/-innen mit europäischen Gaststudierenden. Auf kreative und anschauliche Weise stellen Studierende aus ganz Europa ihr Heimatland in einer deutschen Schulklasse vor. Sie werden dafür mit in den Unterricht einbezogen und gestalten ihr Projekt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern. So treten die Studierenden in einen intensiven Dialog mit den Kindern und Jugendlichen. Sie vermitteln Einblicke aus erster Hand und regen eine Reflexion des eigenen kulturellen Hintergrundes an. Mit dieser einfachen, aber wirkungsvollen Idee bereichert das Programm den Lehrplan um eine fruchtbare Erfahrungskomponente und vertieft evtl. bestehende COMENIUS-Aktivitäten. Darüber hinaus ermöglicht es den Gaststudierenden, deutsche Lebenswirklichkeit hautnah zu erleben.“ Ablauf des Projekts
Bis November hatten die Schulen Zeit, sich verbindlich anzumelden. Nach einem Koordinationstreffen der Projektträger, der Schulkoordinatoren und der Studierenden wurde uns die Italienerin Carmen Pelaia zugeteilt. Es folgte eine erste Kontaktaufnahme per Mail sowie ein Treffen zum Kennenlernen und Abstecken eines sinnvollen Themas. Im Februar wurden daraufhin mehrere Stunden des Lateinunterrichts unter Beteiligung Carmens durchgeführt. Ziel der Arbeit sollte sein herauszufinden, in welchen Bereichen die antike römische Kultur und lateinische Sprache tatsächlich noch heute in Italien eine bedeutende Rolle spielen und lebendig sind. In einer ersten Arbeitsphase sammelten wir Bereiche und Themen, die in der Antike von großer Bedeutung waren und deren Rezeption im heutigen Italien interessant sein könnte. Diese Themen wurden in Kleingruppen von zwei bis drei Schülern bearbeitet. Es galt zum einen zu recherchieren, wie es in der Antike aussah, um in einem zweiten Schritt zu untersuchen, welche Veränderungen sich zum modernen Italien ergeben haben. Gekrönt wurden diese Vergleiche in einem dritten Schritt durch die persönlichen Erfahrungen und die Stellungnahme Carmen Pelaias. Eine Herausforderung bei der Arbeit war die mehrsprachige Verständigung, da wir uns in einer Mischung aus Italienisch, Deutsch und teilweise Latein austauschen mussten. An einigen Stellen war es deshalb doch sinnvoll, dass Frau Hillert dolmetschte.
Insgesamt fand die Arbeit in einer freundlichen und offenen Atmosphäre statt und ermöglichte uns einen interessanten interkulturellen Austausch, wobei man allerdings berücksichtigen muss, dass es sich bei Carmens Informationen um ihre individuelle Sichtweise handelt, die nicht immer den Anspruch auf Allgemeingültigkeit haben kann. Als Endergebnis haben wir eine umfangreiche Powerpoint-Präsentation von über 130 Seiten erarbeitet, deren Inhaltsverzeichnis wie folgt aussieht: 1. Ausgrabungsstätten - Julian & Lennart - Bedeutung antiker Stätte heute 2. Rechtssystem - Annika & Matthias & Lukas - Antikes Recht - geltendes Recht heute 3. Sprachentwicklung - Johannes & Tilmann - Von der lateinischen zur italienischen Sprache 4. Schulwesen - Asya & Charlotte & Julian - Vergleich des Schulsystems und Bildungsweges 5. Staatsverfassung - Hannah & Louise - Vergleich der römischen Verfassung mit der italienischen 6. Ernährung - Carl & Max - Nahrungsmittel und Essgewohnheiten im Vergleich 7. Kunst und Musik - Barbara & Paula - Vergleich einiger Instrumente und Kunsthandwerke 8. Architektur - Max & Sebastian & Dominik - Fortleben antiker architektonischer Stile heute 9. Sport - Anna & Victoria - Olympische Disziplinen, Sport & Spiel im Vergleich 10. Mythen - Lukas & Stefan & Vincent - Bedeutung antiker Mythen im heutigen ItalienAbschlusspräsentation Am 7. Mai fand in der Aula des EMA die Abschlusspräsentation aller Bonner Projekte statt. Nach einer kurzen Begrüßungsrede von Herrn Dr. Bettscheider sowie einer einleitenden Rede von Herrn Dr. Koppelberg, dem Leiter der Vertretung der europäischen Kommission Brüssel, der eindrücklich die Entstehungsgeschichte der Europäischen Union vortrug, folgten die einzelnen Vorträge der teilnehmenden Gruppen. Da unser Gesamtprojekt für einen Vortrag zu umfangreich war, konnten wir nur den Verlauf des Projekts und die dahinter stehende Idee erläutern und die Ergebnisse als Druckversion zur Ansicht bereitstellen. Zur Anerkennung erhielten alle teilnehmenden Kurse eine Urkunde.
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