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Katholische Religion PDF Drucken E-Mail

Jerusalem, Schnittpunkt der abrahamitischen Relgionen Grundsätzliches

Inmitten unserer gesellschaftlichen und religiösen Pluralität kommt dem Religionsunterricht an öffentlichen  Schulen eine besondere  Bedeutung und Verantwortung zu: Gefragt und notwendig ist ein Religionsunterricht, der Religion nicht zur Privatsache erklärt, sie nicht als geschichtlich überholt oder gar als tendenziell fundamentalistisch darstellt, sondern argumentierend und dialogisch Stellung bezieht. Hierzu bedarf es eines nach innen wie außen erkennbaren eigenen Standpunktes. Dies leistet der konfessionelle RU.

 

Er ermöglicht dabei 

  • durch Reflexion und Auseinandersetzung mit den Quellen des christlichen Glaubens und der Lehre der Kirche die Bestimmung des eigenen Standpunktes und trägt so zur Entwicklung einer eigenen religiösen Identität bei;
  • eine Erschließung der Hoffnungsperspektive der Kirche (1) und ermutigt zur kritisch-konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist,
  • ein Kennenlernen überzeugender Persönlichkeiten des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens (sog. „biographisches Lernen“, „ Lernen von Vorbildern“),
  • einen Dialog der Konfessionen in ökumenischer Offenheit, um einen „Beitrag  zum wechselseitigen Verstehen , zu gegenseitiger Achtung und Toleranz“ (2) zu leisten.

(1) vgl. Die Deutschen Bischöfe, Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, hrsg. Vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz Nr. 80, Bonn 2005, 5.

2) Richtlinien und Lehrpläne Sekundarstufe II. Katholische Religionslehre (Schriftenreihe Schule NRW Nr. 4728), hg. v. Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung NRW, Frechen 1999, 14.

Jeder kath. RU, der sich konfessionell versteht, wird im ökumenischen Geist erteilt. Analoges gilt für das Gespräch mit dem Judentum und den nicht christlichen Religionen.