Das Leben stellt viele Fragen, die unsere SchülerInnen beschäftigen.
„Welchen Sinn hat unser Leben? Was macht es lebenswert?“ „Wer sind wir selbst? Zufallsprodukte der Evolution oder Geschöpfe Gottes?“ „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“ „Wozu brauchen wir überhaupt Religion in unserer Zeit?“
Der Religionsunterricht sucht mit den SchülerInnen gemeinsam nach Antworten auf solche und ähnliche Fragen. Dabei zeigt sich manchmal, dass Fragen in diesem Fach nicht so leicht zu beantworten sind wie in anderen Unterrichtsfächern, in denen eventuell eine Lösung eindeutig richtig bestimmbar ist. Die Frage nach dem Sinn des Lebens etwa ist nicht in gleicher Weise allgemein verbindlich zu beantworten wie die Frage nach der Lösung einer Rechenaufgabe. Im Religionsunterricht baut sich über die Zeit vielfach ein immer komplexer werdender Suchprozess nach Antworten auf, die ihrerseits wieder zu neuen Fragen anregen. Dies gerade aber kann den Reiz dieses Faches ausmachen.
Der Beitrag des Faches Evangelische Religionslehre zum Bildungs- und Erziehungsauftrag
Evangelischer Religionsunterricht gründet in dem Anspruch des Heranwachsenden auf religiöse Bildung. Sein Bildungs- und Erziehungsauftrag ist verankert in der Verfassung des Landes NRW. Das Fach erschließt das Erziehungsziel „Ehrfurcht vor Gott und Achtung vor der Würde des Menschen …“ nach protestantischem Verständnis.
Im Dezember 2010 hat die EKD einen Orientierungsrahmen zu Kompetenzen und Standards für den Evangelischen Religionsunterricht (zunächst für die Sekundarstufe I) herausgegeben. Ziel ist die Anschlussfähigkeit des Faches ER gegenüber anderen Fächern. Dabei geht es v.a. um Qualitätsverbesserung, bundesweite Vereinheitlichung der Anforderungen, sowie größere Gemeinsamkeit der Inhalte und Standards.