Beethovenfest 17 JuniororchesterWie in den vergangenen Jahren waren zahlreiche EMA-MusikerInnen anlässlich des innerstädtischen ganztätigen Konzerttages „Bühne Frei für Beethoven“ auf den Beinen, um nicht nur ihre treuen Fans, sondern die gesamte Bevölkerung an diesem Samstag, dem 9. September, mit ihrer Musik zu begeistern und bezaubern.

Schulen, Musikschulen und Vereine aus Bonn und Umgebung boten auf mehreren O-pen-Air-Bühnen von klassischer Musik über Jazz zu moderner Musik als Solo, Duett, Kammermusikensemble, Mitglied einer Combo, Bigband oder großem Orchester ein bunt gemischtes Programm dar. Insgesamt waren ca. 1170 SchülerInnen sowie über 100 Ensembleleiter und Lehrer beteiligt.

Auf dem Marktplatz traten 12 Orchester und 4 Chöre auf, darunter das EMA-Juniororchester unter Leitung von Toni Schüller und Michael Therre. Es spielte die Ouvertüre und Bourrée aus der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel, von Robert Schumann den Geburtstagsmarsch und Reigen aus 12 vierhändigen Klavierstücken für große und kleine Kinder, op. 85, arrangiert von T. Schüller sowie von Dimitri Schostakowitsch den Walzer Nr. 2 aus der Jazz-Suite.

Am Friedensplatz traten 9 Bigbands, Jazz-Combos oder Blasorchester auf, darunter die EMA-Junior-Bigband, ebenfalls unter Leitung von Toni Schüller. Sie spielte Arrange-ments aus Pop, Jazz sowie Oldies, die trotz des kräftigen Regengusses einige Zuhörer animierte, eine Art Regenschirmswing zu wagen.

Traten bisher zu diesem Anlass die großen Ensembles des EMA auf, hatten die Musiklehrer aufgrund der sehr wenigen Probentermine seit Beginn des Schuljahres ent-schieden, dieses Mal unseren Junioren, bei denen es keine so große Fluktuation der Mitglieder gegeben hatte, diese großen Auftritte zu ermöglichen.

Beethovenfest 17 Solisten PianoZahlreiche weitere SchülerInnen des EMA präsentierten verteilt über den Tag in der Namen-Jesu-Kirche, vor dem Beethovenhaus, am Remigiusplatz sowie in der Kaiserpassage beeindruckend und souverän ihre in verschiedenen Musikschulen erarbeiteten Stücke. So führten z. B. Felix Zipfel mit Almut Nothbaum und Susanna Zander Ludwig van Beethovens Trio C-Dur op. 87 in der Fassung für zwei Violinen und Viola auf, Dominik Mazgaj P. Tschaikowskys "Tanz der Zuckerfee" aus dem Nussknacker und W. A. Mozarts Phantasie Nr. 1 in d-Moll. Auch Elena Bauer, Johannes Zipfel, Mira Fink, Benedikt Ermert, Elisabeth Bihler, Maria Dobrushina, Monan Jülch, Amira Bahrouz, Mathilda Fink, Huayin Han u. a. m. ließen das Publikum aufhorchen und herzlichen Beifall spenden.

Dabei hatte jeder Ort seine ganz eigene Atmosphäre. Die kleine Bühne mit dem schwarzen Flügel in der Kaiserpassage, wo neben andächtig lauschenden Zuhörern, die sich auf den Treppen niedergelassen hatten, auch überraschte Passanten mit Einkaufstüten vorbei spazierten, erinnerte an den neueren Brauch, im öffentlichen Raum ein Klavier aufzustellen und Musiker anzuregen zu spielen. Die Namen-Jesu-Kirche hingegen erwies sich als hervorragend geeignet für Querflötenmusik. Ohne Verstärkung bewirkte die Akustik des Kirchenschiffs eine tragenden und vollen Klang, der sich im gesamten Raum obertonreich ausbreitete.

Wir danken herzlich den Musiklehrern und SchülerInnen für ihren Einsatz und gratulieren zu den musikalischen Leistungen in der Hoffnung, dass die SchülerInnen weiter nicht am Ball, sondern am Instrument bleiben, um sich selbst und ihren Zuhörern unvergessene Hörerlebnisse zu bieten.

 

Rita Hillert

 

 

Beethovenfest 17 JuniorBand

 

Beethovenfest 17 Band SCU

 

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Beethovenfest 17 Buehne im Regen Titel

 

(Fotos: Rita Hillert)

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